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Julia Bilat (Berlin) bei der ImprovisationJulia Bilat (Berlin) bei der Improvisation

 

Wasser . BaumWasser . Baum 

Flyer Download

Blick in den GaleriraumBlick in den Galeriraum

Gabriele_Glag bei der LesungGabriele_Glag bei der Lesung

Gisela Gauder-Wolf und Tilmann WolfGisela Gauder-Wolf und Tilmann Wolf

Gleichgesinnte - Hartmut VäthGleichgesinnte - Hartmut Väth

Finissage „Wasser.Baum“

Zwei Archetypen – das Wasser und der Baum – prägten die Ausstellung „Wasser .Baum“ in der Scheidegger Galerie peregrinus mit ausdrucksvollen und einfühlsamen Pastellbildern von Gabriele Glang und Holz-Skulpturen von Hartmut Väth, die untereinander wie auch mit dem Betrachter korrespondierten, so wie auch die Bäume im Wald z.B. über Wurzelbotenstoffe „im Gespräch“ sind. Nun bei der Finissage – dem Abschlussfest der Ausstellung – kam ein dritter Archetyp hinzu:  Der Klang des Cellos – reine und modulierte Töne gestrichener und gezupfter Saiten, Klopf- und Klack-Geräusche vom Klangkörper wie auch die Stimme der Musikerin Julia Bilat aus Berlin.

Vor den zum Teil weither angereisten Besuchern improvisierte Julia Bilat, die in Warschau klassische Musik studierte und in Israel und Deutschland ihr Portfolio um Jazz und einen freien Umgang mit dem Instrument erweiterte, zu den Bildern und Skulpturen. In mehreren hoch konzentrierten Sequenzen wendete sie sich jeweils einem Werk zu und erweckte in diesem oder für dieses eine zusätzliche Dimension: Über das Hören wurde das Sehen erweitert. Bildliche Linien, Konturen, Schattierungen, Kontraste wurden hörbar nachgezeichnet ohne am Detail zu haften. Statische Kunstwerke wurden dynamisch erlebbar. Julia Bilat überzeugte durch eine überaus variantenreiche Musik, hohe Authentizität, einen unerschrocken freien Umgang, der souverän auch dem dienenden Aspekt und damit jedem Kunstwerk gerecht wurde.

Wiedereröffnung der Galerie am neuen Standort Hitzenbühl 9 in 88175 Scheidegg:

 11. November 2018

  •     16 Uhr

Lyriklesung
Gabriele Glang liest aus „Göttertage“, ihren fiktionalen Monologen der Paula Modersohn-Becker.

Klopfer & Meyer Verlag, Tübingen, 2017.

Die Lindenberger Buchhandlung Buch Netzer Literatur & Café wird mit einem Büchertisch vertreten sein. Exemplare von „Göttertage“ werden zum Verkauf angeboten.

Mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg e.V.

Eintritt frei - Spenden erbeten

  •     17.30 Uhr

Vernissage

Gabriele Glang, Jahrgang 1959, Preisträgerin u.a. des Goldenen Schneewittchens,
Förderpreis des Frauenforums für Kunst und Kultur e.V. 2013
www.gabrieleglang.de

Hartmut Väth, Jahrgang 1961, Erster Preis der Fachjury beim
„Skulpturenweg Rechberghausen 2018“
www.sculpture-h-art.com

Der Galerist Tilmann Wolf führt ein Gespräch mit den Künstlern.
Die Vernissage wird musikalisch umrahmt von Fridolin Mielzarek, Gitarre.

Eintritt frei

 

Finissage am 26. Januar um 16 Uhr:
die Berliner Cellistin Julia Bilat improviesiert zu den Kunstwerken, die Künstler sind anwesend.
Pastellzeichnungen von Gabriele Glang und Holz - und Steinskulpturen von Hartmut Väth (beide Geislingen, Baden-Württemberg)

Die Ausstellung ist geöffnet: „wann immer Sie wollen“ – d.h. rufen Sie vorher an unter:
Telefon: + 49 (0) 152 - 52 47 63 20
                +49 (0) 1 57 - 76 08 81 45

Wieder-Eröffnung der Galerie peregrinus
Vernissage und Lesung

Scheidegg – Nach fast 2 ½-jähriger Pause und einem Umzug von Scheffau nach Scheidegg hat das Galeristen-Paar Gisela Gauder-Wolf und Tilmann Wolf am vergangenen Sonntag die Galerietür geöffnet und zur Autorenlesung mit Gabriele Glang aus Geislingen eingeladen: „Göttertage - Gedichte“ (Verlag Klöpfer & Meyer GmbH & Co. KG, 09/2017). Die Deutschamerikanerin hat sich intensiv mit dem Leben von Paula Modersohn-Becker beschäftigt. Zentrum der Aufmerksamkeit sind die Monate ihres letzten Parisaufenthalts 1906 – Paula Modersohn-Becker auf der Flucht aus der Worpsweder Abgeschiedenheit im Künstlerdorf, auch aus Ihrer Ehe mit Paul Modersohn und auf der Suche nach sich selbst und ihrem künstlerischen Durchbruch.
Monate im flirrenden Milieu der Pariser Kunst-Szene, Monate der Orientierung und Desorientierung, Monate  innerer Turbulenzen. In Momentaufnahmen, fiktionalen Monologen, in lyrischer Dichte spürt Gabriele Glang nach, was wohl die inneren Selbstgespräche der jungen Künstlerin zum Inhalt hatten.

In der anschließenden Vernissage führte Tilmann Wolf die zahlreichen Besucher durch die Ausstellung „Wasser . Baum“. Geschmeidige Formen in Holz und Stein zeigen die Skulpturen von Hartmut Väth (Geislingen).  Ein blau pigmentierter Jura-Kalkstein zeigt die Leichtigkeit und Dynamik des damaligen Meeres, in dem sich das heute kantige Juragestein vor hunderttausenden von Jahren ablagerte. Aufstrebende Holzstelen „Gleichgesinnte“ wenden sich gleichermaßen voneinander ab und einander zu – die Ambivalenz einer lebendigen Beziehung. Zwei Ahornsamen „Schöpferischer Funke“ – die lustigen Probellerchen – aus Ahornholz geschaffen und von stattlicher Größe bilden gemeinsam eine schützende Höhle für das Leben.

Baum und Wasser, das Spiegelbild des einen in der bewegten Oberfläche des anderen,  durchzieht als Thema zahlreiche Pastellbilder von Gabriele Glang. Sehr einfühlsam und ausdrucksstark holt die Künstlerin bewegte Natur in die Galerieräume und schärft die Wahrnehmung der Betrachter. 

Die Ausstellung endet am 26. Januar 2019 mit einer Finissage. Sie ist auf Anforderung geöffnet: Tel 015776088145

Westallgäuer ZeitungWestallgäuer Zeitung

Veranstaltung „Europa, die EU und ich“ am 15.01.19

Scheidegg – Das Europa-Jahr, d.h. das Wahljahr des EU-Parlaments ist angebrochen. Das war Anlass für die Galerie peregrinus zu einem Gesprächsabend zum Thema „Europa, die EU und ich“ einzuladen. Es sollte bewusst nicht die Expertenebene, sondern das persönliche Erleben der Menschen zur Sprache kommen.

Zur Überraschung des Veranstalters wurden kaum EU-kritische Töne angeschlagen, sondern eher besorgte Minen sichtbar. Was wird werden, wenn im Parlament National-Populisten eine Mehrheit bekämen? Was mühevoll und zum Wohle der EU-Bürger in einer rund 70-jährigen Geschichte aufgebaut wurde – sollte es wieder untergehen? Persönliche individuelle Vorteile standen nicht im Vordergrund, vielmehr Aspekte wie die folgenden: Welches Gewicht hätte Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Ungarn, Griechenland oder ein anderer EU-Staat  je für sich alleine in der globalisierten Wirtschafts- und Politik-Welt? Vermutlich wären wir schlagartig von der Weltliga in die Regionalliga abgestiegen. Und das mit allen Nachteilen: Erpressbar durch Trump und Konsorten,  unbedeutend bei der Friedensdiplomatie, eher unsichtbar in der Weltöffentlichkeit.

Aber es muss was geschehen: Die EU ist zu komplex, zu undurchsichtig, zu wenig präsent in den Medien, es gibt keine EU-weiten Zeitungen für den EU-Bürger – oder vielleicht ein medienübergreifendes Bündel „Aus den Regionen der EU“ nach dem Politik- und Wirtschaftsteil und vor den Nachrichten aus der eigenen Region einer Tageszeitung. Wir sind noch keine Union, die sich wirklich als Gemeinschaft empfindet, eine gemeinsame Identität gefunden hat.  Das macht es allen unseriösen Politikern leicht, die EU auf ein Bürokratie-Monster zu reduzieren und für überflüssig zu erklären.

Was Deutschland als Bund aus 16 Ländern – als Bundesrepublik – zum Vorteil aller Bundesbürger erreicht hat, das steht in der EU noch an.