UA-63053357-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Ursula JetterUrsula Jetter

Ursula Jetter: Die Frau mit den Koffern, Buch

http://www.ursula-jetter.de/pics/Exempla2014.JPG

Bericht:

„Vom verlorenen Wort zu Phänomenen unserer Zeit“

Autorenlesung Ursula Jetter, Möglingen am Do. 30.07.2015 um 19 Uhr in der Kunstgalerie Peregrinus, Kirchenanger 6 , 88175 Scheidegg (Scheffau)

Die erste Autorenlesung in der neu eröffneten Galerie peregrinus im ehemaligen Schulhaus des Scheidegger Ortsteils Scheffau gestaltete die Autorin und Musiktherapeutin Ursula Jetter. Unter dem Thema „vom verlorenen Wort …“ entwarf sie einen großen Spannungsbogen von der Suche eines Pfades „durch die Mangrovenwälder der verlorenen Worte …“ bis hin zum Amoklauf von Winnenden im März 2009, zu dem sie sagt „was hat man – haben sie alle – jahrelang dir angetan – dass du tatest – was du getan. - …“. Ein Amoklauf, der auf den Wegen stattfand, auf denen sie als Therapeutin in der Klinik Winnenden jahrelang täglich unterwegs war und bei dem der Gärtner den Tod fand, den sie aus dieser Zeit kannte.

„alles - was namen trägt – bannt die furcht vor dem nichts – erschafft aus dem chaos – gestaltete fülle.“, so beschreibt Jetter den Übergang vom unbenennbaren Fremden hinüber in das benannte Bekannte als einen fundamentalen Sinn, Fülle und Sicherheiten stiftenden Lebensprozess. Und den Wert der sinnstiftenden Gemeinschaft beschreibt sie mit den Worten: „Einzeln sind wir nur Worte – gemeinsam Sprache und Sinn“

Mit hoch konzentrierter Aufmerksamkeit schenkten die Besucher der Autorin und dem passenden Rahmen, den die Galerieräume boten, ihre Wertschätzung und ihr Dankeschön.

 

Tilmann Wolf, Galerie peregrinus

 

 

Ankündigung:

„Vom verlorenen Wort zu Phänomenen unserer Zeit“

Autorenlesung Ursula Jetter, Möglingen am Do. 30.07.2015
um 19 Uhr in der Kunstgalerie Peregrinus,
Kirchenanger 6 , 88175 Scheidegg (Scheffau)

Zitat Wikipedia: „Ursula Jetter studierte Musik, Literatur, Pädagogik und Psychologie. Sie arbeitete als Journalistin und Kunstkritikerin, als Lehrerin für Musik und Deutsch, als Therapeutin in der Psychiatrie mit Schwerpunkt Gesprächs- und Psychodramatherapie. Als Pionierin der Musiktherapie in Deutschland nahm sie zudem mehrere Dozenturen an verschiedenen Hochschulen wahr. Sie gab zahlreiche Konzerte für Klavier- und Kammermusik. Darüber hinaus wirkt sie als Schriftstellerin und seit 1989 als Herausgeberin der Literaturzeitschrift „exempla“, die älteste Literaturzeitschrift Baden-Württembergs.
Jetter ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS), im Internationalen P.E.N., in der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik,“ ….. „Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays.“

Zitate aus der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 6.5.15 über eine ähnliche Lesung: „Mit Sprachlosigkeit, Sprachverlust, Sinnverlust und Sprachverführung“  befassen sich „ihre kurzen prägnanten Gedichte. Sprachgewaltig sind sie und genial im Rhythmus.“ Die Gedichte handeln zum Beispiel von „Sentenzen vergilbter Sprachinhalte“  und einem „Käfig der Freiheit obszöner Sprachbilder“. Doch nicht nur das Problematische und Defizitäre wird zum Thema.

Sie schlägt Brücken zu den aktuellen Krisen, Flüchtlingsströmen, Amokläufen. Jetter kreiert Gegenentwürfe und positive Momente auf eine sprachlich so dichte Art, dass Hörer sich direkt hineinversetzt fühlen können. „Es gibt ein Glück des Alleinseins“, „Dinge berühren, sie umarmen“, „Mute dich dir und anderen zu“ – Gedankensplitter aus den Texten …

Eintritt frei – ein freiwilliger Kostenbeitrag wird erbeten.