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„Erzähl mir ein Märchen“

 

Sa. 09.01.16 um 16 Uhr bis ca. 17.00 Uhr

 

Was schenke ich meinem Kind oder Enkel? Der Schrank quillt über von allerlei Spielsachen und die Aufmerksamkeit gilt dem Smartphone ….

Wie wäre es mit ein wenig Zeit, ein wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung? Z.B. könne ein gut erzähltes Märchen das Kind in eine ganz andere, vielleicht noch unbekannte Welt entführen – oder?

Lassen Sie sich selbst verwöhnen von der Märchenerzählerin Heidi Weber. Mit dabei sind dann auch Hinweise und Hilfestellungen, wie Sie selbst ein Märchen gut erzählen können.

 

Um Anmeldung wird gebeten an Tel 08387 9244832 (Bitte ggf auch auf die Telefonbox sprechen – danke) oder an wolf@galerie-peregrinus.de.

Eintritt 5,-- €

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Der Prinz im Esel

Märchenstunde in der Galerie peregrinus

Unter dem Titel „erzähl mir ein Märchen“ hatte die Scheidegger Galerie peregrinus am 9.1.16  in das alte Schulhaus in Scheffau eingeladen. Märchenerzählerin Heidi Weber aus Scheidegg erzählte und schärfte den Sinn für Märchen und deren „verborgenen“ Bezug zur Wirklichkeit.

„Es lebte einmal ein König und eine Königin, die waren reich und hatten alles, was sie sich wünschten, nur keine Kinder“, begann Heidi Weber zu erzählen. Und der Kinderwunsch wurde durch die Geburt eines Eselein erfüllt, wie die Brüder Grimm niedergeschrieben haben. Die Königin will den Esel ersäufen – ihr Kind nicht annehmen. „Der König aber sprach: »Nein, hat Gott ihn gegeben, soll er auch mein Sohn und Erbe sein, nach meinem Tod auf dem königlichen Thron sitzen und die königliche Krone tragen.« Also ward das Eselein aufgezogen, nahm zu, und die Ohren wuchsen ihm auch fein hoch und gerad hinauf.“ Am Ende legt der Esel, frisch vermält mit einer Königstochter seine Eselhaut ab und ward ein wunderschöner Jüngling und märchenhafter Prinz.

Was steckt hinter der Eselhaut meines Mitmenschen? Was sehe ich und welcher Teil der Wirklichkeit entzieht sich meinem Blick …?

Reich an Mimik, Gestik und Wortschatz trug Heidi Weber dieses und andere Märchen in freier Rede vor und verzauberte die zahlreichen Besucher. Und sie zitierte auch den bekannten Hirnforscher Gerald Hüther mit folgenden Worten: „Stellen Sie sich vor, es gäbe ein Zaubermittel, das ihr Kind stillsitzen und aufmerksam zuhören läßt, das seine Fantasie beflügelt und seinen Sprachschatz erweitert, das es befähigt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Gefühle zu teilen, das sein Vertrauen stärkt und es mit Mut und Zuversicht in die Zukunft schauen läßt. Dieses Superdoping für Kindergehirne gibt es. Es kostet nichts, im Gegenteil, wer es seinen Kindern schenkt, bekommt dafür sogar noch etwas zurück: Nähe, Vertrauen und ein Strahlen in den Augen des Kindes. Dieses unbezahlbare Zaubermittel sind die Märchen, die wir unseren Kindern erzählen oder vorlesen.“ 

Heidi WeberHeidi Weber

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