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steile schmale Wege können sehr schön seinsteile schmale Wege können sehr schön sein

Gedanken zu Teilen der Bergpredigt und Jesu Gerichtsankündigung unmittelbar vor dem letzten Abendmahl mit seinen Jüngern orientiert am Matthäus-Evangelium.

Text

Parallel-Texte

Gedanken

Mt 7

13           Tretet ein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit ist der Weg, der ins Verderben führt, und viele gehen auf ihm.

14           Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und nur wenige finden ihn.

Lk 13, 23f

 

23           Da fragte ihn jemand: "Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?" Er sagte zu ihnen:

24           "Bemüht euch, durch die enge Pforte einzutreten. Denn ich sage euch: Viele werden versuchen, einzutreten, es aber nicht vermögen.

Bei Mt. ist hier kein eindeutiger Bezug zum „Jenseits“ - im Gegensatz zur gängigen Interpretation dieser Stelle.

Es kann somit mindestens teilweise auch auf das Leben hier und jetzt bezogen werden:

Wer den Massenströmungen und -vergnügungen und dem, was „in“ ist, nachläuft und dabei sich selbst vergisst, weil er nur danach giert „dabei zu sein“ und „durch angepasstes Verhalten, Konsum und Statussymbole Anerkennung und Bewunderung zu finden und ggf Macht zu erlangen“, der ist in der Gefahr am Glück vorbei zu leben. Wer sich auf den Weg der Selbstfindung und Authentizität macht, begegnet meist auch der Sinnfrage und der Frage nach Gott. Er wird in sich ruhen und zufrieden sein. Ist das nicht ein Teil der „Rettung“. Das auch deshalb, weil diese Lebenshaltung eine wichtige Grundlage bildet, die soziale Verantwortung (Nächstenliebe) wahrnehmen zu können, die Jesus an vielen Stellen fordert.

15           Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. *

16           An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?

17           Jeder gute Baum bringt gute Früchte, ein schlechter Baum aber bringt schlechte Früchte.

18           Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen, und ein schlechter Baum trägt keine guten Früchte.

19           Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

20           An ihren Früchten also sollt ihr sie erkennen.

Lk 6, 43 - 45

 

43           Ein guter Baum trägt keine schlechte Frucht, ein schlechter Baum hingegen trägt keine gute Frucht.

44           Jeden Baum erkennt man an seiner besonderen Frucht. Von Disteln pflückt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben.

45           Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzen Gutes hervor; der böse dagegen bringt aus dem bösen [Schatz] Böses hervor. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.

Wo sind die Propheten, d.h. Die Menschen, die mich auf meinem Weg zur Selbstfindung, zur Nächstenliebe und zur Demut vor Gott, dem Schöpfer des Universums, begleiten und unterstützen können?

Viele Gurus, Heilsverkünder, Weisheitslehrer, Psychologen, Therapeuten und Berater sind zu finden. Vieles klingt auch ähnlich, was dort zu hören ist. Jesus gibt uns hier Erkennungszeichen dafür, wer uns wirklich helfen kann:

Hütet Euch vor denjenigen, die gute Lehren dazu verwenden, selbst Bewunderung, Macht und Reichtum zu erlangen. Dort kommt unter deren „Jüngern“ früher oder später das Scheitern und der Absturz. Er sagt hier nicht, achtet darauf, ob die Propheten sich auf mich berufen. Er verweist auf deren Wirkung ….

21           Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich eingehen. Nur wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, wird in das Himmelreich eingehen.

22           An jenem Tag werden viele zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?

23           Dann werde ich ihnen antworten: Ich habe euch nie gekannt! Hinweg von mir, ihr Übeltäter!

Lk 6, 46

 

46           Was nennt ihr mich: >Herr, Herr!< und tut nicht, was ich sage?

 

Lk 13, 26f

 

26           Alsdann werdet ihr sagen: >Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken; auf unsern Straßen hast du gelehrt.<

27           Er aber wird euch erklären: >Ich sage euch, ich weiß nicht woher ihr seid. Hinweg von mir, all ihr Übeltäter!<

Dies wird verstärkt durch die nachfolgenden Sätze: Es gibt viele, die sich auf die Bibel und auf Jesus berufen und in seinem Namen handeln. Etliche von diesen sind aber „falsche Propheten“ im o.g. Sinn.

→ Schaut auf deren Wirkung:

Wird die von Jesus vorgelebte und geforderte Liebe gelebt, oder nicht?

24           Wer nun diese meine Worte hört und befolgt, gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Felsen baute.

25           Da kam ein Wolkenbruch, Fluten kamen, Stürme brausten und tobten gegen jenes Haus: doch es stürzte nicht ein; weil es auf Felsengrund gebaut war.

26           Wer jedoch meine Worte hört, sie aber nicht befolgt, gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.

27           Da kam ein Wolkenbruch, Fluten kamen, Stürme brausten und rüttelten an jenem Haus. Es stürzte ein und sein Sturz war groß."

Lk 6, 47 - 49

 

47           Ich will euch zeigen, wem der gleicht, der zu mir kommt, meine Worte hört und sie befolgt.

48           Er gleicht einem Mann, der ein Haus baute, tief grub und die Grundmauer auf den Felsen setzte. Als nun Hochwasser kam, prallte die Flut gegen jenes Haus, vermochte es jedoch nicht zu erschüttern, weil es gut gebaut war.

49           Wer dagegen meine Worte hört, aber nicht befolgt, gleicht einem Mann, der sein Haus ohne Grundmauer auf die Erde hinbaute. Als die Flut dagegenprallte, fiel es sogleich zusammen; der Einsturz jenes Hauses war gewaltig.

Hier sehe ich die tiefe Verwurzelung des Menschen in sich selbst und (damit) auch in dem Ursprung, aus dem er kommt und zu dem er geht: Dem Schöpfer des Universums und dem Vater Jesu.

Noch einmal der Hinweis, dass Selbstfindung kein Selbstzweck ist, sondern hinein gehört in die Soziale Verantwortung. Das „und sie tut“ hat für mich zwei Aspekte:

1) Selbstfindung und Glaube sowie die innere Heilung sind die Basis, hier das tiefe Fundament.

2) Auf diesem Fundament ruht ein Haus, das Stürmen Stand hält und damit nicht nur den Hausherren schützt, sondern auch alle seine Gäste und Schutzbefohlenen.

Mt. 25

31  Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

32           Alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

33           Die Schafe wird er zu seiner Rechten stellen, die Böcke zu seiner Linken.

34           Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: >Kommt, ihr Gesegneten meines Vaters! Nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bereitet ist.

35           Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben, ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben, ich war fremd, und ihr habt mich beherbergt,

36           nackt, und ihr habt mich bekleidet, ich war krank, und ihr habt mich besucht, ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.<

37           Dann werden ihm die Gerechten erwidern: >Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben?

38           Und wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder nackt und haben dich bekleidet?

39           Und wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und sind zu dir gekommen?<

40           Der König wird ihnen antworten: >Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.<

41           Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: >Hinweg von mir, ihr Verfluchten, ins ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist!

42           Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben, ich war durstig, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben,

43           ich war fremd, und ihr habt mich nicht beherbergt, nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet, krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.<

44           Dann werden auch sie erwidern: >Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und hätten dir nicht gedient?<

45           Darauf wird er ihnen antworten: >Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem von diesen Geringsten da nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.<

46           Diese werden hingehen in ewige Pein, die Gerechten aber in ewiges Leben." *

 

Alle Völker werden vor ihm versammelt. Auch die, die niemals von ihm gehört haben, auch die, die ohne Glauben oder die in einer anderen Religion gelebt haben. Er fragt danach nicht, wenn er „die Schafe von den Böcken unterscheidet“. Er fragt nur danach, ob die Menschen seine Liebesbotschaft und sein Liebesgebot gelebt haben. An der Stelle finde ich das erstaunlich, denn so kurz von seinem Kreuzestod und unmittelbar vor dem letzten Abendmahl kam er sicher zum „Kern“ seiner Botschaft und betrachtete sicher nicht „Randthemen“ und ließ auch sicher nicht wichtige Teile seiner Kernbotschaft unter den Tisch fallen. Also ist ihm das Bekenntnis (der Lippen?) am Ende nicht wichtig. Wichtig ist die Wirkung, die ein Menschenleben hatte, unabhängig davon, ob das „im Namen Jesu“ geschah oder nicht. Ja er sagt sogar explizit, dass viele, die zu den „Schafen“ gehören, ihn nicht kennen und die soziale Verantwortung und Nächstenliebe nicht in dem Bewusstsein einer Christlichen Berufung oder Pflicht gelebt haben.

Wenn das Bekenntnis zu Ihm und seinem Vater für ihn wichtig gewesen wäre, hätte er es hier sicher auch ausdrücklich gesagt und Matthäus hätte es auch geschrieben, denn er war  sicher stark auf ihn als Person ausgerichtet.

 

In Vers 40 und 45 „adelt“ er die „Geringsten“, d.h. Die Menschen, die in der Gesellschaft nichts gelten, die arm, krank, von geringem gesellschaftlichen Stand, eine Minderheit oder in Not geraten sind. Er setzt deren Stand gleich mit ihm selbst (das habt ihr mir getan) und macht sie damit in besonderem Maße zu seinen Brüdern und Schwestern.

 

Das alles steht natürlich, so meine Sicht, parallel zur Zusage der Vergebung von Schuld und Sünde - was eine eigene Betrachtung erfordert.